Lernen Sie Ihren Schmerz
verstehen

Schmerz ist etwas Gutes!

Im ersten Augenblick mag sich das für Sie etwas befremdlich anhören, vor allem wenn Sie chronischer Schmerzpatient sind. Sie werden in Ihrem Schmerz so gar nichts Gutes mehr erkennen können. Der Ursprung meiner Aussage findet sich aber im Sinn von akuten Schmerzen. Beim akuten Schmerz ist es sehr einleuchtend, dass das Symptom Schmerz etwas Gutes ist und eine Schutzfunktion des Körpers darstellt. Legen Sie zum Beispiel die Hand auf eine heiße Herdplatte, sorgt diese Schutzfunktion dafür, dass Sie die Hand sofort wegziehen und so größere Verbrennungen vermeiden.

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft wird dem akuten Schmerz als Schutzfunktion oft kein Raum gewährt. Er wird ignoriert und Schmerzmittel werden als Dauerlösung eingesetzt.

Das Signal des Körpers eine Ruhepause einzulegen, um eine Ausheilung herbeizuführen wird oftmals überhört oder manchmal auch einfach nicht ernst genommen. Oder wir haben es schlichtweg über Generationen hinweg verlernt, dem zuzuhören, was uns unser Körper sagen möchte.

Die Sache mit dem Schmerzgedächtnis…

In der Schulmedizin ist eine der Definitionen von chronischen Schmerzen folgende: Trotz vollständiger körperlicher Ausheilung des Defekts liegen immer noch Schmerzen vor. Bei chronischen Kopfschmerzen oder Migräne gelingt es aufgrund der Komplexität des Gehirns oftmals überhaupt nicht irgendwelche ursprünglichen körperlichen Ursachen zu finden.

Warum werden die Schmerzen nun chronisch? Der Grund kann darin liegen, dass die Schmerzbahnen sehr lange (mehr als 12 Wochen Schmerzen) immer wieder aktiviert wurden und sich dadurch ein Schmerzgedächtnis bildet. Nach Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses ist oftmals nur noch ein geringer oder gar kein Stimulus notwendig, um Schmerzen auszulösen. Diese chronischen Schmerzen können in ihrer Stärke sogar höher sein, als der ursprünglich akute Schmerz.

In meiner Therapiemethode arbeite ich auch mit dem Schmerzgedächtnis. Zusätzlich dazu integriere ich aber noch einen weiteren wichtigen Aspekt, der neben der oben erwähnten Schmerzbahnung eine große Rolle für die Entwicklung des Schmerzgedächtnisses spielt:

In meinen Überlegungen zu ganzheitlichen Aspekten von Schmerzen ist mir unter anderem bewusst geworden, dass Schmerzsignale durchaus ihre Berechtigung haben können. Ich nenne dies „die gute Absicht des ursprünglichen Schmerzes“ und arbeite mit Ihnen daran sich an diese zu erinnern. Zusätzlich geht es hier darum, den Schmerz aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und dessen Botschaften und Signale auch ernst zu nehmen.

Ich habe daraus eine Methode entwickelt, die unter anderem darauf basiert, dass Ihr Unterbewusstsein die schon für Sie passende Lösung kennt. Ich helfe Ihnen dabei, im Hier und Jetzt diese Erkenntnis umzusetzen und in ein neues Leben zu starten. Oft haben Sie schon beim Lesen dieses Textes eine Idee im Hinterkopf, wo die Schlüsselerlebnisse in Bezug auf Ihre Schmerzen in der Vergangenheit liegen könnten. Ziel ist es, die Ausbildung des Schmerzgedächtnisses der Vergangenheit zu modulieren und ihr Unterbewusstsein dazu zu bringen, dies auch zuzulassen.

Es ist nie zu spät anzufangen, auf die Signale des Körpers zu hören.